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Die Entwicklungsgeschichte unserer Hunde

Luna WelpeSie wird auch als „Ontogenese“ bezeichnet, das heißt die Entwicklung des einzelnen Lebewesens ab der Befruchtung der Eizelle bis hin zum erwachsenen Hund.

Die Entwicklungsgeschichte vom Hund gliedert sich in mehrere, spannende Abschnitte. Diese einzelnen Phasen sind maßgeblich am späteren Verhalten des Hundes beteiligt.
Bereits im Mutterleib beginnt ein möglicher Einfluss auf die Verhaltensentwicklung, dies ist die sog. „pränatale Phase“ – es gibt mittlerweile Studien darüber, dass besonders ängstliche Tiere von mangelernährten oder stressbelasteten Muttertieren stammen. Ein sehr positiver Einfluss wiederum auf die Verhaltensentwicklung: Feten, die in dieser Phase regelmäßig über die Bauchdecke gestreichelt werden und so ausreichend Zuneigung erhalten, fühlen sich besonders wohl.

Die „neonatale Phase“ besteht größtenteils aus Schlafen und Fressen (1. -14. Tag) und dauert ca. zwei Wochen. Die Welpen fangen jetzt fleißig an, mit dem Kopf zu pendeln und im Kreis zu robben. Die Kriechbewegung zur Zitze der Mutter ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch eine reine Reflexbewegung. Der Geruchssinn ist in dieser Phase der Neugeborenen bereits voll ausgebildet, während die Augen und Ohrkanäle noch vollständig verschlossen sind.

Der Wandel zum erwachsenen Hund beginnt nach etwa 15-20 Tagen, also in der dritten Woche, der „transitionalen Phase“ oder auch „Übergangsphase“ genannt. Die Hunde fangen an zu Hören, so dass die Mutter nun auch akustisch mit ihren Welpen kommunizieren kann. Aus den kriechenden Bewegungen entwickeln sich nun auch erste, wackelige Gehversuche. Äußere Einflüsse spielen eine große Rolle, so z.B. die Verknüpfung mit dem Untergrund (Erde, Gras) beim Absetzen von Kot und Urin. Auch öffnen die Welpen jetzt ihre Augen und die Zähne brechen durch. Die kleinen Fellnasen zeigen nun auch erste spielerische Kontakte. Während die kleinen Vierbeiner in den ersten drei Wochen vollständig von der Mutter gesäugt werden, benötigen sie zu Beginn der vierten Woche schon zusätzliche Nahrung.

Bereits zu Beginn der vierten Woche zeigen Welpen soziale Verhaltensmuster und sie gewöhnen sich nicht nur an Umweltreize, sondern lernen auch, wie man mit Menschen und anderen Tieren umgeht. Spielt Ihr Vierbeiner mit anderen Hunden? Wie reagiert der Hund auf eine Annäherung von fremden Menschen oder anderen Hunden? Fehlende Kontakte können eine ausreichende Entwicklung und somit die Reifung des Gehirns verhindern. Daher ist der Kontakt zu Artgenossen und Menschen von besonderer Bedeutung. Diese Phase heißt „Sozialisationsphase“ oder „Sozialisierungsphase“ und die Hunde möchten ab jetzt am liebsten die ganze Welt erkunden, gehen auf Wanderschaft und kauen und beißen auf allem Möglichen herum. Diese Phase ist besonders wichtig, weil die Hunde jetzt lernen müssen, ihre eigene Körpersprache richtig zu verstehen – obgleich sie angeboren ist. Alles was der Welpe jetzt lernt und kennt, prägt ihn (Unbekanntes wird mit Vorsicht, Bekanntes mit Angst wahrgenommen) und wird ihm künftig vertraut sein… je mehr Umweltreize nun auf das Tier einwirken, desto komplexer ist die Verknüpfung der Nervenverbindungen. Das Gehirn ist nun mit ca. acht Wochen ausgereift, jedoch noch nicht voll leistungsfähig.

Bis zum Erreichen der Jugendphase liegen noch einige Wochen dazwischen, in der die Welpen Gefühle wie Angst, Neugierde oder Vorsicht erfahren.
Auf die Sozialisierungsphase folgt schließlich die „juvenile Phase“, die Jugendphase, die bis zum Erreichen der sexuellen Phase (6-12 Monate) dauert. Der vierte bis sechste Monat wird nochmal eine Herausforderung, weil sich hier die „Trotzphase“ ausbildet. Erst mit etwa zwei Jahren (kleinere Hunde werden meist früher erwachsen als größere) ist der Hund charakterlich voll ausgereift.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass den meisten Hundebesitzern die Trotzphase am meisten in Erinnerung bleibt 😉

Ihre Tierheilpraktikerin
Diana Weinberger

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